BASALUNTERSTÜTZTE ORALE THERAPIE PLUS

Mit der BOT, der basalunterstützten oralen Therapie, kommen viele Typ-2-Diabetespatienten lange Zeit gut zurecht. Das Basalinsulin deckt den Grundinsulinbedarf ab und entlastet die Betazellen. So können diese ausreichend Insulin zu den Mahlzeiten produzieren. Es kommt allerdings die Zeit, in der – trotz guter Nüchternblutzucker-Werte – der HbA1c-Wert ansteigt. Grund dafür sind oft erhöhte Blutzuckerwerte nach der Mahlzeit (postprandial), die von der endogenen (körpereigenen) Insulinproduktion nicht mehr abgefangen werden können.

Die BOTplus fängt Blutzuckerspitzen nach der Mahlzeit ab

Die BOTplus ist eine Therapieform, die den gesteigerten Insulinbedarf nach der Mahlzeit abdeckt und dabei maximale Flexibilität ermöglicht. Hierbei wird 1–2 x täglich ein kurzwirksames Mahlzeiteninsulin zu der Mahlzeit mit dem höchsten Blutzuckeranstieg gegeben. Bei den meisten Patienten ist das Frühstück die Problemmahlzeit. Oft ist die Insulinrestproduktion der Betazellen ausreichend, um die Blutzuckerspitzen der anderen Mahlzeiten auszugleichen. Im Gegensatz zur intensivierten konventionellen Therapie (ICT) muss bei der BOTplus die Insulinmenge nicht auf den Kohlenhydratgehalt der Mahlzeit abgestimmt werden, es wird eine feste Menge injiziert.


Letzte Aktualisierung: 25.05.2020