WAS IST DIABETES?

Diabetes mellitus ist der altgriechische Ausdruck für „honigsüßer Durchfluss“.Der Name bezieht sich auf den süßen Geschmack des Urins bei Zuckerkranken. Typ-2-Diabetes trit verstärkt in den westlichen Wohlstandsgesellschaften auf. In Hunger- und Notzeiten erkranken deutlich weniger Menschen an Typ-2-Diabetes als in den Perioden, in denen ausreichend bzw. übermäßig Nahrung vorhanden ist.

Die Zahl der Menschen mit Diabetes steigt ständig

In Deutschland leben mehr als sechs Millionen Menschen mit Diabetes,1 Tendenz steigend. Davon sind rund 5–10 % dem Typ-1-Diabetes zuzurechnen; über 1,5 Millionen Menschen mit Diabetes
zuzurechnen; über 1,5 Millionen Menschen mit Diabetes benötigen Insulin.1 Weltweit leiden mehr als 425 Millionen Menschen an Diabetes.2 Schätzungen gehen davon aus, dass über 600 Millionen Menschen bis zum Jahr 2045 von Diabetes betroffen sein werden.2

Insulin bahnt der Glukose den Weg in die Zelle

Wie ein Motor Benzin braucht, benötigt auch unser Körper Energie. Diese Energie gewinnt er aus unserer Nahrung. Besonders wichtig ist dabei ein Zuckermolekül, die Glukose. Bei der Nahrungszufuhr gelangt die Glukose über die Blutbahn in die Körperzellen, wo sie als Hauptenergiequelle dient. Ist die Glukose bei den Körperzellen angelangt, kommt das Insulin ins Spiel. Wie ein Schlüssel öffnet es die Körperzelle für die Glukose und ermöglicht so die Glukoseaufnahme. Insulin wird in den sogenannten Betazellen in den Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse produziert.


Eine frühe Diagnose hilft dabei, Folgeerkrankungen zu vermeiden

Krankheitssymptome zeigen sich bei Menschen mit Typ-1-Diabetes oft bereits im Kindesalter. Typ-2-Diabetes hingegen entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange unbemerkt.1 Für Typ-1- wie für Typ-2-Diabetes gilt: Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, können schwere Folgeerkrankungen wie Nierenversagen, Blindheit, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie neurologische Störungen auftreten. Die heute angebotenen Therapien bieten den Kranken eine hohe Lebensqualität, vorausgesetzt, der Patient hält sich an eine ausgewogene Ernährung und setzt die Therapievorgaben des Arztes um.

So können Diabeteserkrankungen vermieden werden:

Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung ist ein wichtiger Aspekt, der dabei hilft, die Entstehung der Erkrankung zu vermeiden. Am einfachsten ist es natürlich, wenn schon im Kindesalter die Basis für einen gesunden Lebensstil gelegt wird. Denn als Kind lernt man bekanntlich schneller und leichter!

Letzte Aktualisierung: 17.03.2020
 

REFERENZEN

1 Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2018, verfügbar unter: www.diabetesde.org/system/files/documents/gesundheitsbericht_2018.pdf; [Zugriff: 20.09.2019];
2 8. Auflage des Diabetes-Atlas der International Diabetes Federation (IDF) 2017, erhältlich unter: https://idf.org/e-library/epidemiology-research/diabetes-atlas.html.