UNTERSCHIED TYP-1- UND TYP-2-DIABETES

Mediziner unterscheiden zwei Arten von Diabetes: Beim Typ-1-Diabetes – früher auch jugendlicher Diabetes genannt – werden die Insulin bildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Beim Typ-2- oder Altersdiabetes wirkt das Insulin einerseits nicht voll; die Zellen reagieren nicht empfindlich genug auf das Hormon durch eine Autoimmunreaktion des Körpers. Sie können nur noch wenig Glukose aufnehmen und verbrennen. Andererseits setzt die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin frei. Im Verlauf des Typ-2-Diabetes lässt zusätzlich die Insulinbildung nach.

Wie der Zuckerstoffwechsel funktioniert

Bei der Nahrungszufuhr gelangt die Glukose in die Blutbahn. Die Bauchspeicheldrüse misst ständig den Blutzucker – ist dieser hoch, schüttet sie Insulin aus. Insulin sorgt für die Aufnahme der Glukose in die Körperzellen und für den Aufbau von Zuckerspeicher in der Leber.

Ist der Blutzucker niedrig, wird das Hormon Glukagon freigesetzt, welches Glukose aus den vorhandenen Zuckerspeicher wieder freisetzt.


Die genauen Ursachen sind bis heute nicht geklärt

Die genauen Ursachen der Krankheit sind bis heute nicht vollständig geklärt. Mediziner vermuten bei Typ-1-Diabetes ein Zusammenwirken von Erbfaktoren, Virusinfekt und Autoimmunerkrankung. Bei Typ-2-Diabetes liegt eine angeborene oder erworbene Insulinresistenz der Zellen vor, die mit einer verminderten Insulinfreisetzung gekoppelt ist. Durch Überernährung wird die Insulinresistenz zusätzlich verstärkt. Folglich muss die Bauchspeicheldrüse zunächst mehr Insulin herstellen. Langfristig kommt es zu einer Überforderung der Insulin bildenden Zellen. Folge dieser komplexen Abläufe ist das Bild der Zuckerkrankheit.

Letzte Aktualisierung: 08.01.2020