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INSULINANALOGON ODER REGULÄRES HUMANINSULIN?

Injiziertes Humaninsulin verhält sich anders als körpereigenes Insulin. Es flutet langsamer an und hat eine längere Wirkdauer als es bei der natürlichen Insulinsekretion der Fall ist. Dadurch kann es nach dem Essen kurzfristig zu Hyperglykämien (Überzuckerungen) und einige Stunden nach der Mahlzeit zu Hypoglykämien (Unterzuckerungen) kommen. Um diesen beiden unerwünschten Zuständen entgegenzuwirken wird reguläres Humaninsulin 20–30 Minuten vor der Mahlzeit injiziert (= Spritz-Ess-Abstand) und Hypoglykämien müssen durch Zwischenmahlzeiten abgefangen werden. Beides bedeutet für Patienten und Pflegepersonal eine wesentliche Einschränkung des Alltags.

Kurzwirksame Insulinanaloga orientieren sich stärker an der physiologischen Insulinsekretion nach der Mahlzeit eines Stoffwechselgesunden. Sie haben einen schnellen Wirkeintritt - bereits nach wenigen Minuten - und eine kurze Wirkdauer, die nach spätestens drei Stunden endet. So entfällt der Spritz-Ess-Abstand und auf Zwischenmahlzeiten kann ebenfalls verzichtet werden, da die Gefahr einer Hypoglykämie nach der Mahlzeit deutlich geringer ist. Dies bedeutet eine erhebliche Entlastung im Alltag.

Letzte Aktualisierung: 02.06.2020