EINSTELLPHASE

Die ersten Wochen einer Insulintherapie stellen eine besondere Herausforderung dar – negative Erfahrungen können den späteren Erfolg maßgeblich beeinflussen. Eine retrospektive Datenbankanalyse zeigt, dass Typ-2-Diabetespatienten, die innerhalb der ersten 6 Monate ihrer Basalinsulintherapie eine Hypoglykämie erlitten, ein höheres Risiko für Therapieabbruch und Dosisreduktion, ambulante Hilfeleistung oder Hospitalisierung hatten.1

So setzten 79 % der Typ-2-Diabetespatienten, die in den ersten 6 Monaten nach Beginn einer Basalinsulintherapie eine Hypoglykämie* erlitten hatten, das Insulin innerhalb von 12 Monaten nach Therapiebeginn ab.1

Neuere Daten konnten zeigen, dass eine Hypoglykämie* während der Einstellphase (Behandlungswochen 0–12) das Risiko für eine Hypoglykämie* in der Erhaltungsphase (Behandlungswochen 13–24) verdoppelte.2

Wissenschaft und Technik helfen dabei, das Hypoglykämierisiko zu senken

Die Einführung moderner Basalanaloginsuline war dank ihres stabileren PK/PD-Profils und ihrer blutzuckersenkenden Eigenschaften bei gleichzeitig verringertem Hypoglykämierisiko im Vergleich zu NPH-Insulin (Neutrales Protamin Hagedorn) ein großer Schritt.3,4

Auch die Technik hat beim Thema Hypoglykämie nachgezogen und eine neue Generation von Blutzuckermessgeräten, die so genannten CGM-Geräte (continuous glucose monitoring), entwickelt. Diese Geräte sind in der Lage, kontinuierlich den interzellulären Glukosespiegel zu messen und die Daten an ein Lesegerät oder direkt an einen Computer zu senden. Hyper- und Hypoglykämien werden so rechtzeitig erkannt und über eine Alarmfunktion mitgeteilt.

Letzte Aktualisierung: 11.02.2020

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REFERENZEN

* Patienten mit mindestens einer bestätigten Hypoglykämie ≤ 70 mg/dl (3,9 mmol/l);
1 Dalal M et al. Adv Ther 2017; 34: 2083–92;
2 Harris S et al. Diabetes 2019; 68(Suppl. 1): 1095-P (BRIGHT); präsentiert bei den 79. Scientific Sessions, ADA 2019; 7.–11. Juni 2019, San Francisco, CA, USA; ePoster erhältlich unter: http://ada.scientificposters.com; [Zugriff: 20.09.2019];
3 Fidler C et al. J Med Econ 2011; 14: 646–55;
4 Brod M et al. Curr Med Res Opin 2012; 28: 1947–58.

SADE.TJO.18.09.2559